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Ratgeber

Welchen Vorteil haben Tageslichtlampen?

Veröffentlicht: 27.04.2017

Kurz erklärt

Tageslichtlampen sind der neue Trend. Gab es sie früher nur in ausgesuchten Spezialgeschäften, findet man sie heutzutage fast überall und in vielen verschiedenen Formen. Aber was ist überhaupt so gut an einer solchen Lampe und welche Vorteile bietet sie?

Tageslichtlampe auf Schreibtisch. Davor liegen zwei Bücher und eine Brille auf einem geöffneten Buch.

Hilfe gegen Winterdepressionen

Eine Tageslichtlampe kann beispielsweise gegen die so genannte Winterdepression helfen. Dabei fühlen sich Betroffene im Winter ständig müde, antriebslos und innerlich erschöpft. Ein Teil dieser Symptome ist darauf zurückzuführen, dass wir heutzutage zu wenig Licht ausgesetzt sind. Gerade im Winter verbringen wir die wenigen Stunden mit Tageslicht häufig innerhalb geschlossener Räume. Doch auch künstliches Licht ist nie so hell wie Tageslicht – zum Vergleich: Künstliche Raumbeleuchtung erreicht oft ca. 500 Lux, Tageslicht kann bis zu 5.000 Lux erreichen.

Unser Körper ist dafür nicht ausgelegt. Fällt zu wenig Licht ins Auge, wird ständig das Schlafhormon Melatonin ausgeschüttet und dessen Abbau verhindert. Die Folge: Man fühlt sich ständig müde. Eine Tageslichtlampe verbreitet hingegen meist bis zu 10.000 Lux, sodass dem Körper signalisiert wird, dass kein Melatonin mehr produziert werden muss. Man fühlt sich wacher und energiegeladener. Insbesondere wenn die Lampe am Vormittag eingesetzt wird, kann sie den morgendlichen Kaffee ersetzen.

Kein Vitamin-D-Spender — ein verbreiteter Irrtum

Im Winter setzen wir uns deutlich weniger Tageslicht aus, und vielen fällt es in dieser Zeit schwerer, aus dem Bett zu kommen. Häufig ist in diesem Zusammenhang zu lesen, eine Tageslichtlampe helfe auch bei der Vitamin-D-Versorgung. Das trifft nicht zu.

Vitamin D bildet die Haut ausschließlich unter UV-B-Strahlung. Genau diese wird bei Tageslichtlampen für den Innenraum bewusst herausgefiltert, weil sie Haut und Augen belasten würde — das UV-freie Licht ist ein Sicherheitsmerkmal dieser Geräte, kein Mangel. Wer seinen Vitamin-D-Status klären möchte, sollte das ärztlich abklären lassen, statt sich auf eine Lampe zu verlassen.

Abgrenzung: Lichttherapie in der Dermatologie

Davon zu unterscheiden ist die medizinische Phototherapie, die bei bestimmten Hauterkrankungen zum Einsatz kommt. Dabei handelt es sich um ein ärztlich begleitetes Verfahren mit speziellen Geräten und kontrollierter Dosierung — nicht um Tageslichtlampen für den Hausgebrauch, wie sie hier vorgestellt werden.

Wer wegen einer Hauterkrankung über eine Lichtbehandlung nachdenkt, bespricht das mit ärztlichem Fachpersonal. Ein frei verkäufliches Gerät ist dafür weder gedacht noch geeignet.

Alles in allem liegt der Nutzen einer Tageslichtlampe woanders: Sie bringt in der dunklen Jahreszeit mehr Licht in den Alltag, unterstützt einen geregelten Tag-Nacht-Rhythmus und macht Arbeitsplätze angenehmer. Eine ärztliche Behandlung ersetzt sie nicht.


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Häufig gestellte Fragen

Was bringt eine Tageslichtlampe überhaupt?

Sie liefert deutlich mehr Licht als übliche Innenbeleuchtung und in einem Spektrum, das dem Tageslicht nahekommt. Praktisch heißt das: Farben und Kontraste erscheinen natürlicher, die Augen ermüden langsamer, und in der dunklen Jahreszeit lässt sich ein Teil des fehlenden Tageslichts ausgleichen.

Wie wirkt Licht auf den Körper?

Über die Augen beeinflusst Licht die innere Uhr. Helles Licht am Morgen wirkt anregend, Dunkelheit am Abend leitet die Ruhephase ein. Fehlt tagsüber der helle Reiz, kann dieser Rhythmus aus dem Takt geraten — das ist der Ansatzpunkt einer Tageslichtlampe.

Wann merkt man eine Veränderung?

Nicht sofort. Ein kurzer Lichtreiz reicht nicht aus; die Wirkung entsteht über regelmäßige Anwendung. Anwender berichten typischerweise nach etwa zwei bis drei Wochen morgendlicher Nutzung von einer Veränderung — vorausgesetzt, Abstand und Dauer stimmen.

Welche Vorteile hat sie gegenüber normalem Kunstlicht?

Zwei: die deutlich höhere Beleuchtungsstärke und das breitere Farbspektrum. Gewöhnliche Leuchtmittel betonen einzelne Wellenlängen und lassen Farben verfälscht wirken — der bekannte Gelbstich. Tageslichtähnliches Licht gibt feine Nuancen genauer wieder.

Ist eine Tageslichtlampe im Sommer sinnvoll?

Meist weniger, weil dann genug natürliches Licht zur Verfügung steht. Ausnahmen sind fensterlose Räume, Schichtarbeit und Arbeitsplätze, an denen tagsüber kaum Tageslicht ankommt — dort ist der Nutzen ganzjährig.